Mehrere Menschen stellen eine Schulunterrichtssituation nach

Rückblick: Forumtheater

Im Rahmen des Projekts „Teilhabe in neuen Ankunftsquartieren stärken“ fand im Goethequartier von März bis Juni ein Forumtheater-Angebot mit der Theaterpädagogin Serfiraz Vural statt. Ziel war es, die Methode des Forumtheaters kennenzulernen und sich kreativ mit Fragen von Macht und Ohnmacht auseinanderzusetzen.

In den wöchentlichen Treffen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit eigenen Erfahrungen von Diskriminierung sowie mit Situationen, in denen sie Macht oder Ohnmacht erlebt haben. Durch verschiedene Theaterübungen wurden diese Erfahrungen reflektiert, gemeinsam bearbeitet und auf die Bühne gebracht.

Am 20. Juni fand im Rahmen einer öffentlichen Probe ein kleiner Auftritt statt. Gezeigt wurde eine Szene aus dem Schulkontext, in der eine Macht-Ohnmacht-Situation dargestellt wurde. Anschließend hatte das Publikum die Möglichkeit, die Figuren auf der Bühne zu interviewen und mehr über ihre Gedanken, Beweggründe und bisherigen Erfahrungen zu erfahren.

Ein zentraler Bestandteil des Forumtheaters war außerdem die aktive Beteiligung des Publikums: Zuschauer*innen konnten einzelne Spielende auf der Bühne ersetzen und ausprobieren, wie sich die Situation durch verändertes Handeln entwickeln könnte — und ob sich die Ohnmachtssituation möglicherweise auflösen lässt.

Für viele Teilnehmende war diese Theaterform neu, einige hatten zuvor noch gar keine Theatererfahrung. Umso beeindruckender war die Offenheit, mit der persönliche Erfahrungen eingebracht und gemeinsam neue Handlungsmöglichkeiten erprobt wurden.

Nach den Sommerferien wird es erneut die Möglichkeit geben, an einem Forumtheater-Workshop teilzunehmen. Interessierte können sich bei der Quartiersmeisterei Lehe melden.