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Mit Blumen sprechen – Minimalistische Naturportraits in der Galerie Goethe45

8. Juni bis 30. Juni

Mit Blumen sprechen

Minimalistische Naturportraits

8.Juni – 30 Juni 2024 in der Galerie Goethe45, Bremerhaven

Welche Bedeutung hat der Mensch als Teil der Natur? Dieser Frage spürt  Akkela Dienstbier in ihren künstlerischen Reflexionen nach. Die Ergebnisse dieses Nachspürens sind stille, zerbrechliche und sehr zarte Kunstwerke in Form von Objekten, Bildobjekten, Zeichnungen und Drucken.

Samen, Blätter, Zweige in der Natur werden von ihr gesichtet, geerntet und geordnet. Natur wird studiert und Naturmaterialien gesammelt bevor sie über Statik, Farbe und Form reflektierend in den Werkprozess einsteigt.

Die Arbeiten von Akkela Dienstbier sind Resultate einer intensiven Beschäftigung mit den Prinzipien des Minimalismus. Durch das Reduzieren auf einfache und übersichtliche Reihungen oder geometrischen Formen wie zum Beispiel einem Quadrat, werden Ordnungen mit eigenen Regeln und Gesetzen hergestellt. Das Gesamtwerk spielt mit Gegensätzen wie Anfang und Ende, Fülle und Leere, die auf die Betrachtenden eine intensive Wirkung ausüben.

Es entstehen Minimalistische Naturportraits, die die Wahrnehmung von Natur anstoßen und sensibilisieren. Immer schwingt dabei die Frage nach dem Werden und Vergehen mit: ein Samen weist immer auch in die Zukunft!

Ebenso wichtig ist der Bremer  Künstlerin Akkela Dienstbier das Schichten auf transparenten Materialien. Linien und Naturmaterialien verbinden sich zu einem fragilen zarten Ganzen wie in der Portraitserie „Smilla“. Über das vielfältige Schichten wird eine Verdichtung und Verbindung hergestellt. Diese Dimension des Verbunden SEINs  geht über den Subjekt – Objektstatus hinaus – die verschiedenen Ebenen zeigen gleichzeitig das Getrenntsein und Überwinden mit künstlerischen Mitteln.

Unsere heutige Zeit, ist geprägt von Krieg, Zerstörung der Natur, deren Lebensräume sowie Naturkatastrophen. Nichts scheint mehr sicher zu sein. Lauter – schneller – höher weiter. Der Stärkere gewinnt?

Die Ausstellung wird mit der Performance „Blüten küssen“ zur Langen Nacht der Kultur eröffnet und findet um 15.15 h statt.

Diese Performance dreht sich um den Umgang der Menschen mit seiner floralen Umwelt oder im übertragenen Sinn mit sich und allem Lebendigen. So sehen wir die Natur einerseits als etwas Heilsames, Schönes (Stichwort Balkon-/Gartenratgeber oder Waldbaden), aber gleichzeitig wird sie erniedrigt und zurecht gestutzt zu etwas Dekorativen. Natur wird benutzt und verkommt zu einem Dienstleister. Die Konsequenzen sind nicht absehbar.

Die Ausstellung wird von Anne Schmeckies kuratiert und vom Magistrat der Stadt Bremerhaven über das Kulturamt finanziert.

Eröffnung zur langen Nacht der Kulturen am Samstag 8.Juni 2024 um 15.00 Uhr

Performance 15.15 Uhr

Ausstellungsdauer 8. Juni – 30 Juni 2024

Öffnungszeiten: Sa Die Do 16-18.00 Uhr

Galerie Goethe45, Goethestr. 45, 27576 Bremerhaven

Barrierefrei, Kinderfreundlich, Eintritt frei

Facebook/goethe45, instagramm@goethefuenfunfvierzig

www.akkela-dienstbier.de

Details

Beginn:
8. Juni
Ende:
30. Juni